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Leprakreis
Im Jahre 2002 durtte der Leprakreis auf sein 30jähriges Bestehen zurückblicken.
Bei einem Treffen der Helferinnenrunde der Frauengemeinschaft St. Heinrich wurde im Januar 1972 folgender
Vorschlag gemacht: Wollen wir es uns nicht zur Aufgabe machen, alten oder kranken Menschen zu helfen?
Wir kamen übereinstimmend zu dem Entschluss, etwas für Leprakranke zu tun. Auf einen Brief an das
Aussätzigenhilfswerk in Würzburg erhielten wir postwendend Informationsmaterial mit dem Hinweis, dass in den
Lepradörfern dringend Decken gebraucht werden. So gründeten wir im September 1972 den Leprakreis der kfd-St.
Heinrich.
Wir waren zunächst 8 bis 10 Frauen, nahmen Wollreste von zuhause mit, sammelten bei Bekannten und Verwandten
und baten in der Gemeinde um Wollspenden. Aber wir kauften auch, wenn es Sonderangebote gab, teils privat und
auch mal vom Geld aus der Kasse der Frauengemeinschaft neue Wolle ein. Wolle- und Garnspenden einiger Textilfirmen
waren für uns eine große Hilfe. So begannen wir mit der Herstellung der Decken. Wir können nicht mehr zählen, wie
viele es inzwischen geworden sind. Im Laufe der Zeit kamen Reißbinden und Kinderpullunder aus gebrauchter Bettwäsche
hinzu, die immer dringend in den Dörfern gebraucht wurden. Die fertigen Sachen brachten wir ab November 1974,
zunächst mit eigenen PKW's, zur Sammelstelle Aktion Mission und Leprahilfe Schiefbahn e.V.. Später durften wir
den Sozialkreiswagen der Gemeinde für diese Fahrten kostenlos nutzen.
Die Gewissheit, dass die Arbeit kranken Menschen hilft, motiviert die Frauen auch, zu Hause zu Nadel und Wolle zu
greifen.
Die Lepra ist eine Krankheit der Armut, des Hungers und des Elends, sowie fehlender hygienischer Voraussetzungen.
Inzwischen ist Lepra heilbar. Wichtig ist die Früherkennung dieser Krankheit.
Zum 30jährigen Bestehen unseres Kreises erhielten wir Glückwünsche und Grußworte der Aktion Mission und
Leprahilfe Schiefbahn e.V.
Den Brief möchten wir hier auszugsweise wiedergeben: "Als vor 30 Jahren weltweit noch über 30 Millionen
Leprakranke gezählt wurden, haben Sie sich zusammengefunden, um der schlimmen Geißel der Menschheit, der
Krankheit der Armut, den Kampf anzusagen. Tausenden haben Sie Hilfe, Linderung und Heilung gebracht. In
all diesen Jahren haben Sie große Beiträge gebracht, um den Leprakranken durch Medikamente, Trinkwasserbrunnen,
Gemüsegärten, Unterkünfte und Selbsthilfeprojekte Hilfen zu geben. Danke dafür!
Unser gemeinsamer Kampf hat sich gelohnt, denn weltweit liegt heute die Zahl der Leprakranken bei unter 1
Million Menschen. Jedoch lauert weiterhin die Gefahr der Ausbreitung, wenn wir nicht in der Vorbeugung und
der Vorsorge helfen.... Deshalb vertrauen wir darauf, dass Sie unsere Lepraarbeit auch weiterhin mittragen."
Unser Leprakreis wird das Vertrauen der kranken Menschen nicht enttäuschen.
Der Brief ist mit einem Spruch aus Indien überschrieben:
"Das Lächeln und die gute Tat, die Du aussendest, kehrt zu Dir zurück als Glück"
Klara Manfeldt
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