"Meilensteine"

14.07.61

findet die Grundsteinlegung der Kirche St. Heinrich statt. Gleichzeitig entsteht ein Kirchbauverein, der kleine und große Summen für den Bau der neuen Kirche und deren Innenausstattung sammelt. Durch den monatlichen Besuch der ehrenamtlich "Aktiven" entstehen nicht nur erste Kontakte zwischen den Menschen der jungen Siedlung - insgesamt fördern sie auch das Zusammenwachsen der entstehenden Gemeinde.



Zum Tag der Grundsteinlegung schreibt der Chronist:
An den vorausgegangenen Tagen hatte es immer wieder heftig geregnet. Noch am Nachmittag fiel ein wolkenbruchartiger Regen vom Himmel, so dass das Baugelände nur schwer zu begehen war. Zu Beginn des Gottesdienstes und während der Feier der Grundsteinlegung strahlte die untergehende Sonne. Die Gemeindemitglieder von St. Heinrich hatten ihr Bestes getan, um das Baugelände mit Palmen und Birkengrün zu schmücken. Ein großes Birkenkreuz stand an der Stelle, an der einmal der Altar errichtet werden sollte. Den Altar hatten wir hoch auf einen Bunker aus dem 2. Weltkrieg gestellt. Zum ersten Mal dienten vier Jungen aus St. Heinrich, zum ersten Mal durften wir auf dem Boden der St. Heinrichs- Gemeinde die hl. Messe feiern.

Die hl. Messe feierte Propst Niehues, die Predigt hielt Dechant Stammkötter, die Grundsteinlegung nahm Propst Niehues vor. Der Kirchenchor von St. Georg und die Frentroper Schützenkapelle umrahmten die schöne Feier unter freiem Himmel.

17.12.61 Der Kirchturm wird aufgestellt



19.04.62 Richtfest in St. Heinrich

02.12.62

Am 1. Adventssonntag findet die Benediktion der neuen Kirche durch Herrn Generalvikar Böggering statt. Zum ersten Mal wird in der St. Heinrich-Kirche Eucharistie gefeiert.

30.06.63 Weihe der Kirche durch Weihbischof Heinrich Tenhumberg

01.11.63 Der bisherige Seelsorgebezirk wird zur Pfarrei St. Heinrich erhoben

Zur Situation vor 40 Jahren schreibt der Chronist:
Wenn ich von St. Heinrich erzählen will, so geht es nicht, ohne auch die Chemischen Werke Hüls zu nennen! Ohne die CWH - durch die Marl gewachsen ist - gäbe es auch unsere Gemeinde nicht. In den 50er Jahren baute das Werk sehr viele Wohnungen für seine Beschäftigten, um einmal die Pendler zu verringern und sicher auch, um sich eine Stammbelegschaft zu schaffen.

Fast alles, was wir um unsere Kirche herum sehen, ist erst nach 1950 gebaut worden. Das Gelände, auf dem unsere Kirche steht, bestand aus Feldern, die zum alteingesessenen Altroggehof gehörten. An diesen großen Hof erinnern jetzt leider nur noch die über 100jährigen Eichen, die neben der Kirche stehen. Im gesamten Wohngebiet lebten also vorwiegend nach Marl Zugezogene und nur wenige, die in Marl geboren waren. Das Leben wurde hier also sehr von den CWH geprägt, d.h., dass in der Gemeinde und in den einzelnen Gruppen sehr oft Nachbarn zusammen saßen, dass sich in den Gruppen häufig Chef und Lehrling trafen und dass die Wechselschicht vieler Menschen berücksichtigt werden musste und muss.

Es war sicher sehr schwierig, hier eine Gemeinde zu bilden, obwohl damals überall der Wunsch nach einer eigenen Kirche - einem eigenen Zentrum - zu spüren war.

05.04.64

Zum ersten Mal empfangen 55 Kinder in St. Heinrich die erste heilige Kommunion

06.11.65 In St. Heinrich ertönen die neuen Glocken



In den nachfolgenden Jahren werden Kindergarten, Pfarrheim und Pfarrhaus fertiggestellt.

1965

Der Mittelteil der Retabel mit dem auferstandenen Christus wird angebracht. Die anderen Motive folgten nach und nach. Die gesamte Retabel gibt Situationen aus dem Leben Jesu wieder.

07.12.68

Der erste ökumenische Gottesdienst von St. Heinrich und der evangelischen Auferstehungsgemeinde findet statt.

1978

Die Erweiterung des Pfarrheimes beginnt. Zu Pfingsten 1979 wird das neue Pfarrheim - die Arche - eingeweiht.

1991

Die erste Kirchenrenovierung steht an (Renovierungszeit 18 Monate). Die Sonntagsgottesdienste finden in dieser Zeit in der evangelischen Auferstehungskirche statt.

04.10.92

Die Renovierung der Kirche ist abgeschlossen - die neu entstandene Werktagskapelle wird eingeweiht.



17.09.01

Wird die im Sommer beschlossene Kooperation mit den Gemeinden St. Michael und St. Josef durch Bischof Reinhard Lettmann urkundlich bestätigt.

06.11.06

St. Heinrich startet den Pilotbetrieb seines Online Auftritts.

22.01.07

Der Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat von St. Heinrich beschließen, mit den Gemeinden St. Josef und St. Michael gemeinsam

  • die Entwicklung zu einer Gemeinde mit zu tragen,
  • am 1. Advent 2008 das Zusammengehen der drei alten Pfarreien/Gemeinden zu einer neuen Pfarrei zu feiern,
  • im Herbst 2009 einen Kirchenvorstand und einen Pfarrgemeinderat für die neue Pfarrei zu wählen.


  • Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat ist bewusst, dass mit der Gründung der neuen Pfarrei die Auflösung der jetzigen Pfarrei St. Heinrich verbunden ist.