Heiliger Kaiser Heinrich II
und
Heilige Kunigunde

Heinrich wurde am 6. Mai 973 in der Burg Abbach bei Regensburg geboren. Er war der Sohn des Herzogs Heinrich des Zänkers und Gisela, einer Tochter König Konrads von Burgund. Er wurde erst auf der Domschule in Hildesheim und dann auf einer Schule in Regensburg erzogen.

Nach dem Tod seines Vaters 995 wurde Heinrich Herzog von Bayern.

Um das Jahr 1000 heiratete er Kunigunde, eine Tochter des Grafen Siegfried von Luxemburg und seiner Frau Hedwig. Kunigunde war eine sehr gebildete Frau auch in Kunst und Wissenschaft, sie war tugendhaft und mildtätig.

1002 wurde Heinrich zum deutschen König gewählt, er war Nachfolger Otto III. und durch Erzbischof Williges von Mainz gekrönt.

Künig Heinrich II zeichneten nüchterne Frümmigkeit und Menschenverstand aus, er handelte stets klug und überlegt, zog Verhandlungen der Waffengewalt vor, war gebildet und wortgewandt. Er half den sozial Unterdrückten und duldete keine Ausbeutung durch die Großen. Er setzte Geistliche als Beamte, Minister und Feldherrn ein und stärkte damit unbewusst die politische Position der Kirche. Das Ehepaar spendete Geld für die Armen, ließ Kirchen und Klüster bauen.

Kunigunde verzichtete auf das Erbgut Bamberg, das sie als Morgengabe erhalten hatte, und beide gründeten dort im Jahr 1007 das Bistum Bamberg, als geistigen Mittelpunkt und zur Christianisierung der angrenzenden Slawen. Die Gründung des Kollegiatstiftes von St. Stephan und des Benediktinerklosters Michelsberg in Bamberg geht auf Kunigundes Initiative zurück. Heinrich stellte die geschwächte deutsche Herrschaft in Italien wieder her, er besiegte den Gegenkünig Arduin v. Ivrea und wurde 1004 in Pavia zum König gekrönt.

Am 24. Februar 1014 empfingen Heinrich und Kunigunde in der St. Peterskirche in Rom die Kaiserkrone von Papst Benedikt VIII.

Heinrich führte 1003-1018 Feldzüge gegen Boleslaw l Chrobry von Polen, 1004 eroberte er Böhmen, doch 1018 behielt Boleslaw im Frieden von Bautzen die Lausitz und das Milzenerland als Reichslehen. Durch Verhandlungen und Erbverträge gewann er die Anwartschaft auf das Königreich Burgund mit Basel. Kunigunde stand ihrem Ehemann stets hilfreich zur Seite und war während Heinrichs Abwesenheit als Statthalterin eingesetzt.

Kurz vor seinem Tod übergab Heinrich ihr die Reichsinsignien zur Aufbewahrung. Er starb am 13. Juli 1024 in Gronau und wurde im Bamberger Dom bestattet.

Kunigunde reiste nach Mainz zur Königswahl und übergab dem neuen König, Konrad von Franken, die Reichsinsignien, bevor sie in das Kloster Kaufungen ging, das sie 1017 gegründet und schon frühzeitig als Witwensitz auserwählt hatte. Dort begann sie den Bau einer neuen Klosterkirche, die genau ein Jahr nach dem Tod ihres Ehemanns von Erzbischof Aribo von Mainz eingeweiht wurde.

Nach dem Offertorium in der hl. Messe legte sie die kaiserlichen Insignien ab und trug von nun an ein dunkles selbstgemachtes Gewand, das der Erzbischof geweiht hatte, und empfing aus seiner Hand den klösterlichen Schleier und den geistlichen Ehering. Ihr demütiges Leben war ausgefüllt mit Gebet, Lesen der hl. Schrift, Bußübungen und Anfertigen von kunstvollen Paramenten. Sie starb am 13. März 1039 und wurde nach ihrem Wunsch ohne Pracht im armen Klosterhabit in Bamberg neben ihrem Mann beigesetzt.

Heinrich wurde im Jahr 1146 und Kunigunde am 3. April 1200 heilig gesprochen.

Heinrich und Kunigunde sind Schutzheilige der Diözese Bamberg, Kunigunde gilt als Patronin schwangerer Frauen.